Die größten Fitness-Mythen und was dran ist

Aktualisiert: Juni 23



Heutzutage ist man besser informiert denn je - Radio, Fernsehen, Zeitung, das Internet, man kann sich jede beliebige Information innerhalb kürzester Zeit beschaffen. Aber genau diese Informationsflut sorgt auch dafür, das sich falsche Informationen schneller verbreiten als früher und nicht so leicht wieder aus den Köpfen der Leute zu bekommen sind. So ist das leider auch mit vielen Themen zu Fitness - und Ernährung


Immer wieder hört man Sachen wie "Ich will nicht mit Hanteln Trainieren, ich mag nicht zu muskulös werden" oder "Ich esse immer Light-Produkte, um nicht dick zu werden". Durch den Blog hier werde ich die Mythen aufklären.




Wenn ich möglichst wenig esse werde ich schon abnehmen


Es werden unzählige Arten beworben, um Gewicht zu reduzieren, meist handelt es sich dabei um Radikaldiäten. Das heißt, man reduziert für einen gewissen Zeitraum die Kalorienzahl radikal, wodurch dann tatsächlich in der Anfangsphase Gewicht verloren wird. ("4 Kilo in 3 Tagen mit der xxxx Diät "). Allerdings geht in den ersten Tagen vor allem Wasser verloren. Dies liegt daran, dass der Körper zuerst seine Kohlenhydrat-Reserven abbaut, die als Glykogen (eine einfache Art des Zucker) vor allem in der Leber (aber auch in Muskeln) gespeichert werden. An jedes Gramm Glykogen sind allerdings mehrere Gramm Wasser gebunden, die dann einfach ausgeschieden werden - dadurch entsteht der Gewichtsverlust.


Sind diese Speicher einmal verbraucht, greift der Körper dann zum nächsten verfügbaren Baustoff: dem Muskeleiweiß. Er baut also Muskeln ab. Der Körper sorgt dadurch dafür, dass der Blutzuckerspiegel konstant gehalten werden kann (weil er ja durch die Nahrung zu wenig Zucker erhält). Durch den Muskelabbau sinkt allerdings auch der sogenannte Grundumsatz, da Muskelgewebe immer mehr Energie verbraucht und hat sich somit an die geringen Kalorien-zufuhr angepasst.


Wenn nun die Diät beendet ist, man seine Kalorien-zufuhr also wieder erhöht, nimmt man automatisch zu - der sogenannte Jo-Jo-Effekt.

Und wenn man die Kalorien-zufuhr weiter verringert, wird der Grundumsatz noch niedriger und irgendwann geht es dann nicht weiter nach unten mit der Zufuhr - oder noch schlimmer, man entwickelt eine Essstörung.


Die Lösung


Eine ausgewogene Ernährung, die auch einmal "Sünden" in Maßen erlaubt, und dazu eine gesunde Dosis Sport "Clean Eating" und Bewegung. Es kommt natürlich nicht nur darauf an wie viel man isst, sondern vor allem auch was man isst. Ihr kennt sicher das Vollgefühl nach einem Teller Linsen eintopf? Habt ihr schon mal geschaut wie viel Kalorien solche Hülsenfrüchte haben? Sehr weniger nämlich, wenn man bedenkt wie satt sie machen und wie viele gute Nährstoffe sie enthalten.


Fazit


Weniger ist also nicht immer mehr! Besser mehr vom guten Zeug also viel Obst und Gemüse, dann hat man gar keinen Platz im Bauch für Fast Food und Co - und nimmt automatisch auch ab! (sofern man überhaupt zu viel wiegt).



Hanteln machen Frauen männlich


Wenn man an Frauen und Hanteln denkt, denkt man automatisch an die gut trainierten, braungebrannten Bodybuilderinnen. Nein, so wollen die meisten Frauen nicht aussehen!

Ein bisschen definiert, einige schöne Muskeln wo sie hingehören, aber so richtig muskulös wollen die wenigsten sein. Daher meiden viele Frauen schwere Gewichte und bleiben bei den kleinen, bunten Hanteln.


Dabei braucht man keine Angst zu haben - bei Frauen ist das Verhältnis der Muskeln arten zueinander und zum anderen Körpergewebe von Natur aus deutlich anders als bei Männern und sie nehmen dadurch weniger leicht an Muskelmasse zu. Frauen haben auch weniger Testosteron, welches wesentlich am Muskelaufbau beteiligt ist. Und: Um Muskelmasse aufzubauen, muss man mehr Essen als man verbraucht, was ohnehin die wenigsten Frauen machen. Was noch dazu kommt, die Bodybuilderinnen, die man im Kopf hat, haben bei den Wettbewerben einen extrem niedrigen Körperfettanteil! Sobald dieser etwas höher ist, sind die Muskeln gar nicht mehr so stark zu sehen, und die Frauen sehen gleich viel weiblicher aus.


Fazit


Keine Angst vor schweren Gewichten! Krafttraining hat so viele Vorteile für den Körper: es beugt Osteoporose vor, mehr Muskelmasse gleich höherer Grundumsatz. Und der Körper wirkt straffer und besser geformt, wenn ein paar Muskeln da sind.




Leichter und gesünder durch Light Produkte?


Dasselbe Essen und trotzdem abnehmen - der Traum vieler! Einfach das "Joghurt light" anstelle des Vollfetten, oder den "light" Brotaufstrich und schon purzeln die Kilos. Der Begriff "light" oder "leicht" ist jedoch im Lebensmittelgesetz nicht näher definiert und kann vieles bedeuten: "kalorienarm", "Fett-reduziert", "weniger Zucker", aber auch einfach "Nährstoff-reduziert", "Kohlen-säurearm" oder "leicht bekömmlich".


Oft wird in Light-Produkten Zucker oder Fett reduziert, was dann auch so beworben wird ("30 % weniger Fett, "50 % weniger Zucker"), - allerdings werden andere Stoffe als Geschmacksträger oder chemische Zusatzstoffe benutzt, die manchmal gar nicht weniger Kalorien haben. Statt Fett werden zum Beispiel mehr Kohlenhydrate benutzt, statt Zucker oder Süßstoffe, oder es werden einfach Wasser und Luft zugesetzt, um für mehr Volumen zu sorgen.


Man isst also vielleicht bei einer Mahlzeit weniger Kalorien durch die Light-Produkte, hat aber unter Umständen schneller wieder Hunger, isst öfter und damit am Ende genau so viel Kalorien, als wenn man gleich das richtige "Produkt" gegessen hätte. Außerdem verleiten Light-Produkte zum verzehr von größeren Portionen. Und dann für Wasser und Luft auch noch mehr zu bezahlen, das zahlt sich also nicht wirklich aus.


Die Lösung


Auch hier sind wieder bei einer ausgewogenen Ernährung! Obst, Gemüse und Vollkornprodukte haben von Natur aus eine hohe Nährstoff dichte, halten lange satt und sind gesund. Außerdem haben ganz natürliche Produkte oft schon einen geringen Fett - oder Zuckeranteil als die Light-Produkte.


Und habt Ihr es gewusst? Welche Mythen kennt Ihr noch?


Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für Körper und Geist essenziell



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